Der Anschluss mit dem TI-Gateway

Der neue Weg in die Telematikinfrastruktur

Ältere Frau lehnt sich lächelnd entspannt mit verschränkten Händen hinter dem Kopf vor ihrem Laptop am Schreibtisch zurück.

Was ist das TI-Gateway?

Das TI-Gateway ist der neue, moderne Zugang zur Telematikinfrastruktur – eine softwarebasierte Lösung, die keine Hardware, wie Konnektoren, mehr vor Ort erfordert. Damit ist eine neue Ära der Digitalisierung im Gesundheitswesen eingeleitet.

Diese Lösung ermöglicht es, sich ohne lokalen Konnektor direkt mit der TI zu verbinden – einfach, stabil und ohne großen Wartungsaufwand. Über einen Highspeed-Konnektor (HSK) im Rechenzentrum werden Wartung und Betrieb vollständig vom Anbieter übernommen. Ihre Praxis wird dadurch spürbar entlastet. Gleichzeitig sorgt die Nutzung von HSK in sicheren Rechenzentren für höchste Betriebssicherheit und Verfügbarkeit.

Sie können digitale Gesundheitsdienste, wie das elektronische Rezept (eRezept), die elektronische Patientenakte (ePA), KIM oder künftig auch TIM, effizienter als je zuvor nutzen.

Logo von Rise TI Gateway mit einem stilisierten grünen Dach und einem orangefarbenen Badge mit Häkchen, das die Zertifizierung von gematik anzeigt.

Wie ist der aktuelle Stand?

Wir freuen uns Ihnen mitzuteilen, dass unser TI-Gateway seit dem 27. Januar 2025 offiziell zugelassen ist!

Diese wegweisende Lösung stellt einen Meilenstein für Ihren Zugang zur Telematikinfrastruktur (TI) im Gesundheitswesen dar und bringt Ihnen zahlreiche Vorteile.

Das TI-Gateway setzt auf Highspeed-Konnektoren (HSK), die eine stabile, ausfallsichere Anbindung an die TI ermöglichen – ohne zusätzliche Hardware in Ihrer Praxis oder Einrichtung.

Die gematik hat beschlossen, dass es zukünftig keine Einbox-Konnektoren mehr geben wird. Was bedeutet dies für Sie? Bestehende Konnektoren dürfen Sie weiterhin bis 2030 nutzen. Für alle neuen Anschlüsse wird das TI-Gateway präferiert.

Ihre Vorteile im TI-Gateway

Was das TI-Gateway technisch übernimmt und wie es Verfügbarkeit, Sicherheit und Betrieb Ihrer TI-Anbindung verbessert.

Hohe Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit

Das TI-Gateway erhöht die Stabilität und Ausfallsicherheit Ihrer TI-Verbindung und sorgt so für einen reibungslosen Betrieb von TI-Fachanwendungen wie KIM, eAU und eRezept. Dank der Verlagerung der TI-Anbindung in deutsche Hochsicherheits-Rechenzentren entfällt der wartungsintensive lokale Konnektor, was die Stabilität zusätzlich erhöht.

Aktualität und Sicherheit

Das TI-Gateway sorgt durch schnelle und regelmäßige Updates der TI-Komponenten nicht nur dafür, dass Sie stets auf dem neuesten Stand bleiben, sondern gewährleistet gleichzeitig höchste Sicherheitsstandards. Die Anbindung erfolgt über ein individuell konfigurierbares TI-Zugangsmodul in Ihrer lokalen IT, das einen sicheren Zugriff auf den Highspeed-Konnektor im Rechenzentrum ermöglicht. Die ISO 27001 zertifizierte Lösung wurde von der gematik, dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sowie einer unabhängigen Prüfstelle geprüft, um maximale Sicherheit und Aktualität zu garantieren.

Leistungsfähigkeit und Effizienz

Das TI-Gateway ist eine flexible und leistungsstarke Lösung, die so schnell wie ein Konnektor ist, der direkt in Ihrer Praxis steht. Durch den Betrieb im Rechenzentrum sparen Sie sowohl Platz als auch Kosten. Weiterhin sind Sie mit dem TI-Gateway bestens auf kommende Anwendungen, wie den TI-Messenger (TIM) oder den digitalen Identitäten, vorbereitet.

Technische Entlastung

Das TI-Gateway ermöglicht eine Installation auf Ihrem Praxis-PC per Fernwartung, wodurch der Installationsaufwand vor Ort entfällt. Die gesamte TI-Anbindung wird zentral verwaltet und entlastet damit Ihre Praxis von aufwendiger Wartung, sodass Sie sich ganz auf Ihre Patient:innen konzentrieren können, während das TI-Gateway die technischen Abläufe übernimmt. Anschluss, Betrieb und Support sind in Ihrem Elefant Abo M inklusive.

Porträt eines lächelnden Mannes mit kurzen, dünnen Haaren, blauen Augen, weißem Hemd und dunklem Sakko vor grauem Hintergrund.

René Chelvier, seit 2017 Produktmanager für die TI bei HASOMED

"Das TI-Gateway ist sicherer, leistungsstärker, zuverlässiger, skalierbarer und im Vergleich zu den bisher verwendeten Technologien zukunftsfähiger."

Zum gesamten Interview
Elefant® All-in-One PC

Verfügbarkeit im Elefant Abo M

Das Elefant Abo M ist Ihr All-inclusive-Paket für Ihre Anbindung an die Telematikinfrastruktur!

Im Elefant Abo M wird künftig auch das TI-Gateway enthalten sein!

Dafür werden Laufzeitverlängerung und Einboxkonnektor gegen Aufpreis erhältlich sein.

Zum Elefant Abo M

Voraussetzungen für die Nutzung des TI-Gateways

Diese technischen und organisatorischen Komponenten sind notwendig, damit das TI-Gateway in Ihrer Praxis betrieben werden kann.

TI-Anbindung

Sorgen Sie für eine stabile Verbindung der Praxis-IT, durch den TI-Client per VPN, mit dem Highspeed-Konnektor im Rechenzentrum.

eHealth-Kartenterminal (eHKT)

Nutzen Sie ein eHealth-Kartenterminal, welches von der gematik zugelassen und durch das BSI zertifiziert ist.

Praxis- oder Institutionskarte (SMC-B)

Zum Installationszeitpunkt der TI wird ein aktivierter Praxisausweis (SMC-B) benötigt. Dieser muss durch Sie persönlich bestellt und nach Erhalt freigeschaltet werden. Wir empfehlen die Beantragung bei der Firma medisign GmbH mit dem aktuell günstigsten Preis-Leistungsverhältnis.

Elektronischer Heilberufsausweis (eHBA)

Der elektronische Heilberufsausweis (eHBA) authentifiziert Ihren Gesundheitsberuf. Er dient dem Austausch verschlüsselter Nachrichten und der Erstellung einer rechtssicheren elektronischen Unterschrift, der sogenannten „Qualifizierten Elektronischen Signatur“ (QES).

Grundlage für die TI

Die Grundlage für die TI bildet das Gesetz für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen (E-Health-Gesetz). Für Ärzt:innen, Psychotherapeut:innen und Zahnärzt:innen ist der Anschluss an die Telematikinfrastruktur seit 2019 gesetzlich verpflichtend.

TI-Anwendungen

Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) bietet die Grundlage für den Austausch der Patientendaten.

Seit der Einführung entwickelt sich die Telematikinfrastruktur stetig weiter. Aktuell gibt es nachfolgende digitale Gesundheitsanwendungen:

Versichertenstammdatenmanagement (VSDM)
Qualifizierte elektronische Signatur (QES)
Elektronischer Medikationsplan (eMP)
Notfalldatenmanagement (NFDM)
Kommunikation im Medizinwesen (KIM)
Elektronische Patientenakte (ePA)

Systemvoraussetzungen

Um eine optimale Nutzung unserer Anwendung zu gewährleisten, benötigen Sie folgende Systemvoraussetzungen.

Das sagen unsere Kund:innen zum TI-Gateway

Dr. med. Kerstin Frommhold
Fachärztin für Psychotherapie, Psychiatrie und Psychosomatische Medizin

„In Gruppensitzungen kann ich die Karten aller Patienten in kürzester Zeit einlesen, sodass ich pünktlich mit der Sitzung starten kann. Mein Arbeitsalltag hat sich positiv verändert. Das Karteneinlesen erfolgt jetzt in wenigen Sekunden, und das Programm Elefant® startet schnell. Es gibt keine Verbindungsabbrüche mehr. Sobald Elefant® einmal gestartet ist und die Verbindung zum Kartenterminal steht, gibt es keinerlei Probleme mehr. Ich bin komplett zufrieden mit der Umstellung auf das TI-Gateway und sehr begeistert von den Verbesserungen im Vergleich zu TIaAS. Der Umzug ins TI-Gateway erleichtert mir die Arbeit mit den Patienten erheblich. Es freut mich, dass der Praxisablauf seit der Umstellung reibungslos funktioniert und technische Probleme vermieden werden konnten. Die Unterstützung durch den Techniker war unproblematisch. Der Mitarbeiter war sehr freundlich und kompetent, und die gesamte Umstellung dauerte etwa eine Stunde. Es ist wichtig, sich einmal richtig Zeit zu nehmen, denn dann funktioniert alles ohne Probleme!”

Psychotherapeutische Einzelpraxis aus Berlin
aus Berlin

„Ich bin rundum zufrieden mit der Umstellung und dem Techniker. Es gab keine Probleme, und ich bin sehr zufrieden. Ich habe ein starkes Interesse an Weiterentwicklung und bin aufgeschlossen gegenüber neuen Ideen und Technologien. Der Techniker hat während der Umstellung alles sehr gut erklärt, und es war äußerst informativ. Ich habe einfach am Telefon gesessen und ihm die Arbeit überlassen. Lediglich die PIN-Eingabe am Terminal musste ich selbst übernehmen. Die schnelleren Kartenlesevorgänge und die Tatsache, dass seit dem Umzug keine Verbindungsabbrüche mehr aufgetreten sind, haben meinen Arbeitsalltag entspannter gemacht. Das Einlesen der Karten geschieht viel schneller und wird im Elefant® sofort angezeigt; der Start von Elefant® fühlt sich ebenfalls schneller an. Die Vorbereitung ist nicht zeitaufwändig. Ja, ich würde den Umzug empfehlen, da die Verbindung einfach schneller ist als die alte Verbindung zum Rechenzentrum.”

Mareike Schulze
Psychologische Psychotherapeutin

"Da ich mit der Zeit gehen möchte, habe ich mich entschieden, ins TI-Gateway umzuziehen. Ich bin sehr zufrieden mit der Umstellung auf das TI-Gateway; es gibt kaum einen Unterschied, außer dass die Verbindung schneller ist. Der Techniker hat die komplette Einrichtung übernommen. Der einzige Aufwand bestand darin, alle Passwörter und die PIN für das Kartenterminal zusammenzusuchen. Die Gesundheitskarten werden jetzt schneller eingelesen, und das System läuft nach der Umstellung stabil ohne Verbindungsabbrüche. Es erfüllt exakt seinen Zweck und läuft dabei vollkommen reibungslos. Die Gesundheitskarten werden zügig eingelesen, und Elefant® läuft nun merklich schneller. Es gibt keine Unterbrechungen mehr beim Konnektor, und die erneute Abfrage der SMC-B PIN entfällt vollständig. Der Wechsel ins TI-Gateway ist schnell erledigt – kein Hexenwerk."

Gemeinschaftspraxis
in der Nähe von Oldenburg

„Ich erlebe eine massive Erleichterung in meinen täglichen Abläufen. Für mich war das entscheidende Argument für den Wechsel zum TI-Gateway, die Hoffnung auf eine Verbesserung beim Karteneinlesen. Das Karteneinlesen ist deutlich schneller als zuvor. Ich habe festgestellt, dass das Starten und Schließen von Elefant® schneller vonstattengeht. Ich empfehle, die Checkliste der technischen Voraussetzungen wirklich abzuarbeiten und ein zusätzliches LAN-Kabel bereitzuhalten. Darüber hinaus ist es wichtig, ausreichend Zeit für die Vorbereitung und die Durchführung der Umstellung einzuplanen. Seit der Umstellung auf das TI-Gateway hat sich mein Arbeitsalltag erheblich verbessert.”

Praxisgemeinschaft mit Empfang
aus Hagen

„Ich würde anderen Kollegen definitiv empfehlen, ebenfalls ins TI-Gateway umzuziehen. Ich bin zufrieden mit der Umstellung. Die verbesserte Geschwindigkeit beim Einlesen der Karten war ein weiterer Anreiz. Ich habe eine Praxis mit fünf Praxis-PCs, daher war die Umstellung etwas aufwändiger. Großes Lob an den Techniker für die kompetente und souveräne Einrichtung – er hat alles großartig gemacht. Wir haben heute die ersten Karten des Quartals blitzschnell eingelesen, der Aufwand war minimal und die Umstellung ging sogar schneller als mein vorheriger Umzug ins Rechenzentrum.”

Gemeinschaftspraxis
in der Nähe von Bremen

"Das TI-Gateway ist die Lösung für die Zukunft. Ich finde die Lösung gut, da kein Hardware-Konnektor mehr vor Ort benötigt wird. Die Karten können ungestört eingelesen werden, was den Prozess deutlich vereinfacht. Das Karteneinlesen erfolgt jetzt in wenigen Sekunden, und auch das Starten von Elefant® ist deutlich schneller. Ich würde anderen Kollegen definitiv empfehlen, ebenfalls ins TI-Gateway umzuziehen.”

Ute Griesenbeck
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin

"Der gesamte Prozess verlief in etwa einer dreiviertel Stunde. Ich bin mit dem Ergebnis der Umstellung zufrieden und habe nichts aktiv gemacht, sondern nur gewartet und meine Passwörter eingegeben. Die Gesundheitskarten werden zügig eingelesen, und Elefant® läuft nun merklich schneller und die Verbindung ist stabil."

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Bleiben Sie über das TI-Gateway informiert.

Wie schützt HASOMED meine Patient:innendaten?

Wir schützen Patient:innendaten durch technische und organisatorische Maßnahmen: Verschlüsselung, rollenbasierte Zugriffskontrollen, klare Verantwortlichkeiten und regelmäßige Audits. Unsere Cloud-Komponenten sind nach dem C5-Anforderungskatalog des BSI geprüft. Unsere Prozesse sind nach ISO/IEC 27001 zertifiziert. Mehr Informationen finden Sie in unserem Security Whitepaper.

Wo werden meine Daten gespeichert?

Elefant verarbeitet Daten in lokal installierten Praxiskomponenten und in zentral betriebenen Cloud-Komponenten. Sensible Daten in der Cloud werden ausschließlich in der AWS-Region Frankfurt, Deutschland, verarbeitet und gespeichert. Kund:innen informieren wir transparent über die eingesetzten Komponenten und die jeweils genutzten Standorte.

Ist Elefant DSGVO-konform?

Ja. Elefant ist so aufgebaut, dass die Verarbeitung sensibler Gesundheitsdaten durch Rollen- und Rechtekonzepte, dokumentierte Prozesse, Auftragsverarbeitungsverträge und nachprüfbare Sicherheitsmaßnahmen unterstützt wird. Nachweise stellen wir in Form von AV-Verträgen, Whitepaper und Zertifikaten bereit.

Wie sieht es mit Subunternehmern aus?

Externe Dienstleister werden nur vertraglich gebunden eingesetzt und regelmäßig geprüft. Eine aktuelle Übersicht der eingesetzten Unterauftragnehmer stellen wir Kund:innen zur Verfügung. Wir informieren Kund:innen, wenn sich die Art der Verarbeitung ändert oder neue Unterauftragnehmer eingebunden werden.

Was ist, wenn ich Elefant lokal installiert habe?

Bei lokaler Installation verbleiben bestimmte Verantwortlichkeiten in der Praxis, etwa für lokale Infrastruktur, Endgeräte und organisatorische Maßnahmen. Gleichzeitig gelten auch dort die Sicherheitsmechanismen von Elefant. Unterschiede zwischen lokaler Verantwortung und Cloud-Sicherheit dokumentieren wir klar.

Gibt es ein Sicherheitskonzept, das ich weitergeben kann?

Ja. Sie können den Link zu dieser Trust & Security Seite, unser Security Whitepaper, den AV-Vertrag sowie auf Wunsch weitere Prüf- und Compliance-Statements an Ihre Berater:innen weitergeben. Diese Unterlagen fassen technische Maßnahmen, Verantwortlichkeiten und Prüfungen zusammen.

Was passiert, wenn es zu einem Sicherheitsvorfall kommt?

Sicherheitsvorfälle werden nach definierten Prozessen behandelt, dokumentiert und vertraglich sowie rechtlich erforderlich kommuniziert. Meldepflichtige Vorfälle werden an die zuständigen Stellen gemeldet. Betroffene Kund:innen werden entsprechend informiert.

Behalte ich die Kontrolle über meine Daten?

Ja. Die Praxis bleibt datenschutzrechtlich verantwortlich für die Verarbeitung im Behandlungskontext. HASOMED verarbeitet Daten nur im vereinbarten Rahmen und auf Grundlage dokumentierter Rollen, Verträge und Prozesse.

Muss ich aufgrund der Cloud-Verarbeitung in Elefant meine Prozesse gegenüber Patient:innen ändern?

Kurz: Nein.

Für die Verarbeitung von Behandlungsdaten ist in der Regel keine gesonderte Einwilligung der Patient:innen erforderlich. Die Praxis muss Patient:innen jedoch transparent informieren. Konkret heißt das: in den Datenschutzhinweisen angeben, dass Elefant genutzt wird und welche Kategorien von Empfängern beteiligt sind. Die erforderlichen Auftragsverarbeitungsverträge sind vorzuhalten. Solange dies erfolgt, sind meist keine weiteren Prozessänderungen gegenüber Patient:innen notwendig.

Kann AWS meine Daten einsehen?

Technisch ist ein lesbarer Zugriff durch AWS ausgeschlossen. HASOMED betreibt ein Kryptographiekonzept und Schlüsselmanagement, bei dem kryptographische Schlüssel außerhalb der AWS-Infrastruktur verwaltet werden. Im Rahmen der Verschlüsselungs- und Entschlüsselungsvorgänge,  sowie der  Schlüsselverwaltung, arbeiten wir mit T-Systems, sodass AWS selbst keine Möglichkeit hat, gespeicherte Daten in lesbarer Form zu entschlüsseln. Diese Architektur verhindert, dass der Cloudanbieter Klartext-Zugriff erhält.

Was ist mit einem möglichen Zugriff durch US-Behörden?

Unverschlüsselter Zugriff durch Dritte, einschließlich Behörden, wird durch unser Architektur- und Schlüsselmanagement technisch verhindert. Da die Schlüssel außerhalb von AWS und unter deutscher Kontrolle gehalten werden, sind die Daten im Cloud-Speicher nicht in lesbarer Form verfügbar. Zusätzlich speichern wir Daten ausschließlich in der AWS-Region Frankfurt, es erfolgt keine automatische Übertragung in Drittstaaten. Diese Maßnahmen reduzieren das Risiko eines behördlichen Zugriffs auf lesbare Daten erheblich.

Erfüllt Elefant die Anforderungen aus dem Digitalgesetz (§ 393 SGB) und der KBV-Richtlinie?

Ja. Das Digitalgesetz erlaubt die Verarbeitung von Gesundheits- und Sozialdaten unter Einbezug von Cloud-Dienstleistern, wenn hohe Sicherheitsstandards wie das C5-Testat eingehalten werden. Unsere Cloud-Architektur ist am BSI C5-Kriterienkatalog ausgerichtet. Elefant ist zudem konzipiert, um die Vorgaben der KBV IT-Sicherheitsrichtlinie zu erfüllen.

Was bedeutet das C5-Testat konkret für mich als Praxis?

Ein C5-Testat dokumentiert, dass die eingesetzte Cloud-Umgebung definierte Sicherheitsanforderungen erfüllt. Eine erfolgreiche C5-Prüfung unserer Cloud-Komponenten erleichtert Praxen die Nachweisführung, dass eingesetzte Dienste in einem regulierten Gesundheitskontext angemessen abgesichert sind.

Ein TI-Upgrade kommt in die deutschen Praxen (August 2024)

Wie das Upgrade zum TI-Gateway den Praxisalltag insbesondere in der Psychotherapie vereinfacht, lesen Sie in unserem Experteninterview.

HASOMED: Guten Tag, Herr Chelvier. Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für dieses Interview zum Thema TI-Gateway nehmen. Der TI-Zugang erhält ein großes Upgrade und heißt nun TI-Gateway. Dieses Thema ist sehr komplex, was ist überhaupt das TI-Gateway?

René Chelvier: Guten Tag. Das TI-Gateway ist die neue Generation des TI-Anschlusses, welches als zentraler Zugang zu den Diensten der TI konzipiert wurde. Damit werden sowohl die Konnektoren in den Praxen als auch die bisherigen Rechenzentrumslösungen abgelöst. Das von der gematik zugelassene TI-Gateway ist sicherer, leistungsstärker, zuverlässiger, skalierbarer und im Vergleich zu den bisher verwendeten Technologien zukunftsfähiger. Alle Leistungserbringende sollten, spätestens zum Ablauf des Konnektors oder der Laufzeitverlängerung, zum TI-Gateway umziehen. Das ist vergleichbar mit dem Wechsel vom analogen Telefonanschluss zum Mobiltelefon.

HASOMED: Welche Vorteile bietet das TI-Gateway und was ändert sich hier speziell für Therapeut:innen?

René Chelvier: Ich möchte zwei Punkte hervorheben. Erstens hat der Datenschutz höchste Priorität. Besonders erwähnenswert sind die sehr strengen Einschränkungen für den Rechenzentrumsbetreiber. Dieser kann und darf keine personenbezogenen Daten einsehen, die der Konnektor in seiner Rolle als Gateway verarbeitet, z. B. die eAU, die KIM-Mail oder die gesteckten Gesundheitskarten für den Datenabgleich. Ausschließlich die Therapeut:innen oder der beauftragte Support haben hier Einblicke in den Konnektor. Aber auch der Schutz der Daten von außen ist mehrfach gesichert, so dass ich überzeugt bin, dass das TI-Gateway vor unbefugtem Zugriff besser geschützt ist als der eigene Konnektor in der Praxis.
Zweitens wurde eine verbindliche Verfügbarkeit des TI-Gateways mit der gematik definiert. Das erhöht die Zuverlässigkeit der Abläufe in einer Praxis deutlich.
Beide Punkte wurden von der gematik nicht nur spezifiziert, sondern auch von dem BSI, einem unabhängigen Gutachten und Datenschutzbeauftragten geprüft und zertifiziert.

HASOMED: Das klingt sehr vielversprechend. Wo liegt der genaue Unterschied zwischen der bisherigen Rechenzentrumslösung TI as a Service (TIaaS) und dem TI-Gateway?

René Chelvier: Bei TIaaS wurden ambulante Praxen mittels VPN an einen normalen Konnektor im Rechenzentrum angebunden. Die zugelassenen Komponenten waren der Konnektor und der VPN-Zugangsdienst zur TI. Beim TI-Gateway hingegen wird der Konnektor durch den neuen Highspeed-Konnektor (HSK) im Rechenzentrum ausgetauscht. Dieser HSK lässt sich beliebig skalieren, was eine schnellere und stabilere Verbindung ermöglicht. Zusätzlich ist nun die gesamte Lösung geprüft und zugelassen.

HASOMED: Das klingt sehr effizient und sicher. Ändert sich auch rechtlich etwas für die Praxisinhabenden?

René Chelvier: Ja, und das freut mich persönlich sehr! Beim TI-Gateway entfällt die Notwendigkeit für Leistungserbringende, eine separate Vereinbarung zur Auftragsdatenverarbeitung mit dem Anbieter zu schließen. Sie sind somit nicht mehr für den Betrieb der Konnektoren im Rechenzentrum verantwortlich, die Praxen werden aus der Verantwortung genommen.

HASOMED: Können Sie uns mehr über die Rechenzentren von RISE und Ihre Erfahrungen berichten?

René Chelvier: Die Rechenzentren von RISE befinden sich in Nürnberg und München. Weiterhin betreibt RISE bereits das österreichische Pendant zur Telematikinfrastruktur und hat 2018 einen eigenen Konnektor für Deutschland entwickelt. Der Betrieb des TIaaS läuft seit der Einführungsphase nun fast zwei Jahre sehr stabil mit mehr als 15.000 Leistungserbringenden.

HASOMED: Das klingt doch gut. Ab wann wird das TI-Gateway von RISE zugelassen und wie wird die Verfügbarkeit in den kommenden Monaten aussehen?

René Chelvier: Das TI-Gateway wird im Sommer 2024 zugelassen. Bis zum Jahresende werden in einer ansteigenden Anlaufphase immer mehr Praxen das TI-Gateway nutzen.

HASOMED: Vielen Dank, Herr Chelvier, für diese aufschlussreichen Informationen. Wir freuen uns auf die Weiterentwicklung des TI-Gateways.